Ambulante Kunst- und Gestaltungstherapie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
Ambulante Kunsttherapie Aargau
Ambulante Kunst- und Gestaltungstherapie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
Im Badhaus des Wohlfahrtsgebäudes auf dem ehemaligen Areal der Spinnerei Kunz biete ich ambulante Einzelkunsttherapie als Ergänzung zur medizinischen und psychologischen Behandlung an. In einer geschützten Atmosphäre begleite und unterstütze ich Dich und Sie professionell.

Insbesondere Kinder und Jugendliche entwickeln sich fortwährend und meistern dabei immer neue Entwicklungsaufgaben. In aller Regel gelingt dies gut, manchmal können jedoch Schwierigkeiten und grössere Herausforderungen dabei entstehen.
Werden Belastungen zu gross, können diese seelische Störungen und Erkrankungen hervorrufen. Hier kann supportiv zur psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlung die Kunsttherapie helfen.
 
Gemeinsam mache ich mich mit Dir und Ihnen auf den Weg, individuelle Lösungen für die Schwierigkeiten zu finden und Ressourcen aufleben zu lassen. So können anstehende Entwicklungsaufgaben wieder besser gemeistert werden.
Ambulante Kunst- und Gestaltungstherapie Nelson Pereira
  • Für Klient*innen und Patient*innen
    Wie ich arbeite
    Der Kern meiner Arbeit ist die Vermittlung von Kunst- und Gestaltungstherapie in all ihrer Vielfalt, vom launigen Scribble zur leisen Plastik, über das grosse Kopf-Kino, bis hin zum gesellschaftskritischen Gegen-Stand. Dafür stelle ich seit 2009 ein sorgfältig ausgewähltes und sich stetig erweiterndes Sortiment an klaren Settings und geduldigen Methoden zusammen. Jedes dieser Inhalte habe ich selbst erfahren und als nonverbales Therapieangebot verstanden. Das Gestalten ist immer am Prinzip „Low Skills, High Sensitivity“ orientiert. Mittel und Medien sind so angelegt, dass sie einfach in der Anwendung und kraftvoll im gestalterischen Potenzial sind. In der Kunsttherapie, im geschützten Raum, im Dialog. Meine Praxis möchte ein solcher Ort, ein Anlaufpunkt sein. Ich verstehe mich als „Gastgeber haptischer Gestaltbildung und ästhetischer Handlung“, und lade Dich und Sie in meinen Therapieraum ein.
    Sie und Du finden auch gute Einträge zur Kunsttherapie in Wikipedia.
    Wann Kunsttherapie nicht geeignet ist
    Dazu zählen beispielsweise nachgewiesene organisch bedingte Erkrankungen wie beispielsweise Tumorerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen. In diesem Fall ist es unerlässlich, sich für die Behandlung an eine Ärztin, an einen Arzt zu wenden, um eine eventuell medikamentöse oder chirurgische Behandlung einzuleiten. Natürlich kann Kunst- und Gestaltungstherapie als ergänzende Fach- und Spezialtherapie zur medizinischen Behandlung helfen, Erkrankungen und mögliche Folgeerscheinungen zu akzeptieren und Krankheitsverläufe fach- und spezialtherapeutisch zu begleiten.

    Auch bei psychischen Störungen wie Psychosen, Schizophrenien und bei manischen Erkrankungen bietet die Kunst- und Gestaltungstherapie alleine keine ausreichende Behandlungsgrundlage. Auch hier ist es unerlässlich, sich an eine Fachärztin einen Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie zu wenden. Eine frühzeitige stationäre oder medikamentöse Behandlung der Symptome ist häufig notwendig, um eine Chronifizierung zu vermeiden und eine Selbst- oder Fremdgefährdung abzuwenden. Jedoch kann die ambulante Gestaltungs- und Kunsttherapie auch hier als ergänzende Fach- und Spezialtherapie sinnstiftend eingesetzt werden, um bei der Krankheitsbewältigung helfen. In jedem Fall, insbesondere auch zum Ausschluss evtl. organischer Ursachen, rate ich grundsätzlich zu einer ersten diagnostischen Abklärung bei ihrer Haus- oder Fachärztin, ihrem Haus- oder Facharzt. Gestaltung im therapeutischen Prozess kann erschüttern, weshalb es eine sorgsame, wie professionelle kunsttherapeutische Begleitung erfordert.
  • Für zuweisende Fachpersonen
    Indikationen für Ambulante Kunsttherapie im Aargau
    Hier erfahren Sie als Zuweiserin und Zuweiser etwas über die Einsatzmöglichkeiten und Wirkungsweisen der klinischen Kunsttherapie und wann es sinnvoll sein kann, eine kunsttherapeutische Behandlung supportiv in Betracht zu ziehen.
    Kunsttherapie! Dieser fach- und spezialtherapeutische Beruf hat seinen festen Platz in der Behandlung von Menschen mit psychischen Erkrankungen. Mein spezifischer Beitrag zur ambulanten Patientenversorgung im Aargau ist die qualitätsgesicherte Leistungserbringung in klinischer Kunsttherapie. Diese basiert auf den Grundlagen der medizinischen Fachdisziplin Psychiatrie, der Psychologie der Kunst und der noch jungen wissenschaftlichen Disziplin Kunsttherapie.

    Bitte Unterstützen sie ihre Klienten und Patienten vorgängig bei der Klärung der Kostenübernahme für supportive Kunsttherapie. Für weitere Informationen zum Berufsbild: www.artecura.ch. Nutzen Sie für die Verordnung ambulanter Kunsttherapie das folgende Verordnungsformular der OdA Artecura.
    Qualitätsmerkmale
    Die Kunsttherapie kann die Externalisierung von wortlosen Erfahrungen und Gefühlen erleichtern und ermöglichen. Sie hat sogar den unschätzbaren Vorteil, den Ausdruck ohne Worte nicht nur zuzulassen, sondern ausdrücklich zu fördern.

    Die Stärken der Kunsttherapie sind:
    • der sehr konkrete, alltags- und betätigungsorientierte Ansatz
    • der Einsatz körperlich-leiblicher Aktivität wie er im Formenzeichnen, im geführten Zeichnen und in der Arbeit am Tonfeld ® seine Anwendung findet
    • Kunsttherapie, bietet Patient*innen vielfältige Möglichkeiten, Zugang zu einer emotionalen Ebene zu finden und neue Erfahrungen zu sammeln
    • Wichtiger Bestandteil der ambulanten Interventionen ist die professionelle Begleitung des Menschen in seinem sozialen Umfeld
    Die indikationsspezifische Kombination verschiedener fachtherapeutischer Behandlungen dient der Sicherung der gesellschaftlichen Teilhabe. Bei komplexen klinischen Krankheitsbildern ist eine koordinierte Zusammenarbeit zwischen einer Fachärztin, einem Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und einer klinisch geschulten Kunsttherapeutin, einem klinisch geschulten Kunsttherapeuten möglich.
    Professionelles Handeln
    In meinem Therapieraum für Kunsttherapie im Aargau arbeite ich besonders mit folgenden Fachbereichen und Interventionsverfahren:

    Gestaltungs- und Maltherapie | Intermediale Therapie | Formanalytische Kunsttherapie | Klinische Kunsttherapie | Leitliniengestützte Kunsttherapie | Zwei- und dreidimensionales therapeutisches Gestalten | Begleitendes Malen | Maskenbau und therapeutisches Maskenspiel | Kreativität und Spiel | Resonanzbildmethode | Dialogische Verfahren | Haptische Wahrnehmung und Gestaltbildung | Ästhetisches Handeln

    Ferner orientiere ich mich an den Behandlungsempfehlungen für klinische Kunst- und Gestaltungstherapie der einschlägigen Verbände; Wie sie beispielsweise von der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften, AWMF für die Fachbereiche Künstlerische Therapien empfohlen werden.
    Verantwortungsvolles kunsttherapeutisches Handeln erfordert eine hohe Kompetenz. Ich arbeite auf der Basis wissenschaftlich fundierten Wissens. Ich biete nur fach- und spezialtherapeutische Dienstleistungen an, für die ich qualifiziert bin. In Bereichen, in denen noch keine wissenschaftlich anerkannten Standards vorliegen, orientiere Ich mich am Grundsatz der Plausibilität und Redlichkeit. Ich überprüfe regelmässig den Erfolg meiner Interventionen. Zugleich ergreife ich alle notwendigen Massnahmen, um den Schutz und das Wohl meiner Klienten*innen und Patient*innen im Sinne des Patientenschutzes zu wahren.
    Wirksamkeit
    Mit freundlicher Genehmigung von Prof. Dr. rer. soc. Christiane Ganter-Argast stelle ich Ihnen folgende Liste als Quelle für Nachweise der Wirksamkeit zu Ihrer Verfügung. Sie finden darin randomisiert kontrollierte Studien (RCT), sowie systematische Reviews und Metaanalysen zur Kunsttherapie.

    Link Website Forschungsverbund
    Link Website Wissenschaftliche Fachgesellschaft für Künstlerische Therapien

    Die Wissenschaftliche Fachgesellschaft für Künstlerische Therapien gibt das GMS Journal of Arts Therapies heraus:
    Eine Zeitschrift für Kunst-, Musik-, Tanz-, Theater- und Poesietherapie.
    Sie veröffentlicht wissenschaftliche Artikel aus dem gesamten Bereich der Kunst-, Musik-, Tanz- und Bewegungs-, Theater-, und Poesietherapie und erscheint als frei zugängliche Open-Access-Zeitschrift. Publizierte Artikel sind dort dadurch kostenlos verfügbar.
  • Für Krankenversicherer
    Sehr geehrte Ansprechpartner*innen bei Kassen und Versicherern,

    als Krankenkassen und Versicherungen möchte ich sie gezielt ansprechen und ermutigen, die Kompetenz der Kunsttherapie im Feld der psychosozialen und psychotherapeutischen Versorgung zu nutzen.

    Seit Jahren wird die Kunsttherapie im klinischen Kontext sowohl bei Kindern, Heranwachesenden als auch Erwachsenen in den Bereichen Sozialpädagogik und Persönlichkeitsbildung, Psychotherapie, Psychosomatik, Psychiatrie, Onkologie, in der Palliativmedizin und der Rehabilitation und vielem mehr sehr erfolgreich eingesetzt.

    Im ambulanten Kontext gibt es generell einzig die Möglichkeit über die Zusatzversicherungen Leistungen abzurechnen.

    Wie bekannt ist, nimmt die Zahl von psychischen Erkrankungen, insbesondere Depressionen und Ängsten bei Erwachsenen sowie bei Kindern und Jugendlichen derzeit zu. Hier kann die Kunsttherapie einen wertvollen Beitrag dazu leisten, dem sowohl präventiv als auch begleitend oder überbrückend entgegenzuwirken.
     
    Qualifiziert ausgebildete Kunsttherapeut*innen haben ein mehrjähriges Studium absolviert, in dessen Verlauf mehrere hundert Ausbildungs-, Lehrtherapie-, Supervision-, Selbsterfahrungsstunden sowie Praxisstunden in Kliniken abgeleistet werden.
  • Behandlungsspektrum
    Tätigkeitsschwerpunkte
    Für folgende psychische Probleme und Störungen biete ich supportive Einzelkunsttherapie an:
    • Ängste (soziale Ängste, Phobien, Schul- und Leistungsängste, Trennungsängste ...)
    • Zwangsstörungen
    • Affektive Erkrankungen (Depression, Manie…)
    • Sozialer Rückzug, Freudlosigkeit, Leistungsabfall
    • Psychosomatische Beschwerden
    • Trauerreaktionen
    • Verhaltensauffälligkeiten
    • Störungen des Essverhaltens
    • ADS/ADHS
    • Schmerzstörung
    • Anpassungsstörungen bei schwierigen Lebensereignissen¨
    • Selbstwert- und Identitätsproblematik
    • Persönlichkeitsstörungen
    • Entwicklungsverzögerungen und motorische Störungen

    Auch in der PTBS-Behandlung kann eine ärztlich delegierte und stützende Kunsttherapie durch einen zertifizierten und speziell dafür ausgebildete*n Kunsttherapeut*in indiziert sein.
    Logo asca
    Logo Arbeit am Tonfeld ®
    Logo Arte Cura
  • Angebot
    Meine Methoden und Herangehensweisen
    Arbeit am Tonfeld®, Geführtes Zeichnen, Formenzeichnen und Ästhetisches Handeln. Und weiter Begleitendes Malen, Maskenbau- und Maskenspiel, Progressiv therapeutisches Spiegelbild, Resonanzbildmethode und andere Methoden können im Verlauf der kunsttherapeutischen Behandlung zum Einsatz kommen. Auf die ersten vier möchte ich im Folgenden exemplarisch eingehen:
    Arbeit am Tonfeld ®
    Kunsttherapie
    Progressiv therapeutisches Spiegelbild
    Arbeit am Tonfeld ®
    Die Ausgangssituation: ein mit weicher Tonerde gefüllter Holzkasten und Wasser stehen auf einem Tisch. Das Material lädt zum Berühren und Greifen ein.

    Bei der Berührung und Bewegung mit dem Ton können grundlegende Entwicklungsbedürfnisse erfahren und gestalten werden. Ich stehe als Begleiter dafür bereit.

    Die Arbeit am Tonfeld® ist eine erprobte, schöpferische Arbeit, die aus dem handelnden, berührenden und kreativen Potential der Hände mit dem Material Ton entsteht.

    Jede Stunde beginnt wieder neu. Das Material wird spontan geformt und ihr momentanes Erleben fliesst dabei mit ein. Dabei werden die entstehenden Formen und Figuren nicht als Endprodukt angesehen, sondern als Gestaltungen in einem immer wiederkehrenden Durchlaufen von Wahrnehmung und Bewegung. Zunehmend entwickelt sich in einer vertrauensvollen Beziehung ein geschützter Raum, indem ohne Bewertung Wünsche aufgegriffen und Impulse ausprobiert werden können. Ich ermutige und bestätige ihr Tun.

    Für Kinder und Jugendliche ist der Umgang mit den eigenen Gefühlen wichtig in der Beziehung zu anderen Menschen. Im Tonfeld können sie ihre Gefühle zum Ausdruck bringen. Sie beginnen diese zu verstehen und finden einen angemessenen Umgang damit. Ton gibt Halt und vermittelt Verlässlichkeit und Dauer. Der klar vorgegebene Rahmen des Tonfeldes bildet eine feste Grenze, die sichere Orientierung bietet. Zugleich stellt sie aber auch ein stabiles Gegenüber dar, mit dem Menschen aller Altersstufen in Dialog treten können, um sich selbst besser zu erfahren und zu erproben.

    Das Bedürfnis, sich in diese Welt einzuordnen und in dieser Einordnung seinen ureigenen Platz, sein Selbstverständnis und seinen Selbstwert zu finden und zu festigen, ist Anliegen dieser Arbeit. Am Ende steht eine grosse Freude über das geglückte Geschehen, welches als positives Ereignis in den Alltag mitgenommen wird.

    Die Arbeit am Tonfeld® wird als entwicklungsfördernde Massnahme eingesetzt und eignet sich für eine handlungsgeleitete Entwicklungsbegleitung. Als haptische Methode gewinnt sie vorbeugend und begleitend zur individuellen Lernhilfe und Schülerförderung zunehmend an Bedeutung.

    Die Methode ist nonverbal und findet in Einzelstunden statt. Raum und Material stelle selbstverständlich ich zur Verfügung.

    Die Arbeit am Tonfeld wird zusätzlich im Verlauf von 4 Jahren berufsbegleitend erlernt. Tonfeld-Therapeuten sind in der Tonfeld-Therapeutenliste am Institut für Haptische Gestaltbildung eingetragen.
    Arbeit am Tonfeld ®
    Geführtes Zeichnen
    Das Zeichnen erfolgt mit geschlossenen Augen und beiden Händen, mit Kreidestiften oder Resonancefarben auf großen Blättern. Jede Bewegung wird, mit einer stetig erhöhten Aufmerksamkeit, durch Wiederholung erprobt und getestet.

    Geführtes Zeichnen ist eine körperfokussierte Zeichentechnik, welche Strukturen bietet, die von universell gültigen, formalen Elementen wie einer Linie, einem Kreis oder einem Viereck ausgehen. Eine Kreide in jeder Hand, sind wir auf innere Körper Empfindungen wie Muskelspannung, körperliche Beschwerden oder Blockaden, auch auf Emotionen wie Trauer und Wut oder Freude und Gefühl konzentriert. Die rhythmische Gestaltung mit beiden Händen nutzt den direkten Ausdruck des eigenen Gefühls. In einem zweiten Schritt erkennen wir dann, was wir brauchen. Eine solche Selbstregulierung ist überraschend schlicht wie effektiv.

    „Wir erfahren das Leben in Gestaltungen, denn wir sind selbst eine Gestaltung des Lebens.“

    Das Ziel des geführten Zeichnens ist, die inneren Bewegtheiten und ihre Botschaften der Destruktion oder Schöpfung zu entdecken. Ein Dialog entsteht zwischen Wahrnehmung und Bewegung, der ein wachsendes Bewusstsein für eine innere Führung schafft, die ressourcenorientierte Wege eröffnet zu Resilienz- und Kraftquellen in der Bewältigung extrem belastender Erfahrungen.
    Geführtes Zeichnen
    Formenzeichnen
    Zeichnen oder „Zeichensetzten“ ist eine natürliche und angeborene vorsprachliche Ausdrucksform des Menschen. Dabei können unbewusste und sprachlose Aspekte einer Erfahrung sichtbar gemacht werden.

    Die nonverbalen Ausdrucksmöglichkeiten des Formenzeichnens zeigen gerade da positive Effekte, wo Worte fehlen und die Fähigkeit zur Ordnung und Strukturierung schwinden. Die gezielt angeleiteten prozessorientierten und rhythmisierenden Interventionen können Therapieprozesse unterstützen und vertiefen.

    Beim Formenzeichnen werden Einseitigkeiten und besondere Ausprägungen sichtbar, können im Wahrnehmungsprozess erkannt und im Tun verändernd aufgegriffen werden. Im Nachzeichnen grafischer Formen und Bewegungsrhythmen werden neue Impulse verinnerlicht.

    Formenzeichnen wirkt strukturierend, stärkend und zentrierend.
    Formenzeichnen
    Beispiel Formenzeichnen
    Ästhetisches Handeln
    Ästhetisches Handeln leitet sich von zwei Quellen ab: von Beuys‘ Sozialer Plastik und von Michel Foucault mit seiner Bemerkung: „Das genau ist es, was ich nachzuvollziehen versuchte: die Ausbildung und die Entwicklung einer Praxis des Selbst, die zum Ziel hat, sich selbst als Arbeiter an der Schönheit seines eigenen Lebens herauszubilden„

    Wir wollen Kunst leben. Ich möchte mit Ihnen, mit Dir von der Theorie zur Praxis indem ich Dich und Sie begleite sich darin zu üben, eine konkrete Verhaltensweise an sich selbst zu verändern.
    Ich spreche von Asketik im Sinne des griechischen Wortes áskesis, das bedeutet nichts anderes als Übung. Wir experimentieren also im Sinne von Foucault und führen künstlerische Übungen durch, weil Erkenntnis nicht reicht, möchte ich Dich und Sie einladen die Dinge in der Praxis zu üben.
    Beispiel Ästhetisches Handeln
  • Für Kunsttherapeut*innen und …
    … solche die es werden wollen, biete ich Selbsterfahrung, Lehrkunsttherapie und Supervision an.
    Selbsterfahrung
    Selbsterfahrung und Reflexion sind persönliche Werkzeuge, die auf dem beruflichen Weg wertvoll wirken.

    • eigene Stärken und Fähigkeiten kennenlernen
    • Lernen durch eigenes Erfahren
    • Bewusstsein für sich selbst entwickeln

    Im Erstgespräch wird das Vorgehen besprochen und individuell gestaltet.
    Lehrkunsttherapie
    Lehrkunsttherapie ist ein wegweisender Bestandteil in der Kunsttherapieausbildung. Die kunsttherapeutische Arbeit wird angeleitet, auf die eigene Person rückbezogen und anschliessend reflektiert. Als anerkannter Lehrtherapeut OdA Artecura biete ich in meiner Praxis studienbegleitende Lehrtherapie im Einzelsetting an.
    Supervision
    Die Frage nach der Supervision in der Kunsttherapie ist zugleich ein Blick auf den eigenen Entwicklungsmoment des Kunsttherapeuten. Kunsttherapie ist immer in Veränderung, da sie von der persönlichen Entwicklungsdynamik nicht zu trennen ist.

    Der Blick in die Arbeitssituation erfährt oft eine grosse Vielfalt von Verquickungen, die die Verhältnisse und Interaktionen:
    • Therapeut – Patient
    • Therapeut- zum Behandlungsteam (interdisziplinäre Zusammenarbeit im multiprofessionellen Umfeld)
    • Therapeut – zu sich selbst (Selbstverständnis)
    • Therapeut – zur Organisationseinheit, zur Organisation als Ganzes (innerhalb komplexer Systeme)
    und ihre Durchdringungen umfasst.

    Supervision hilft, die komplexen Wechselverhältnisse zu gliedern, zu überschauen und neu zu ordnen. Sie berührt dabei die Gebiete der Selbsterkenntnis, Selbsterfahrung, der kunsttherapeutischen Weiterbildung, der Reflexion kunsttherapeutischer Verfahren, deren gezielten Einsätze und Rollenverhalten und der Organisationsentwicklung.

    Eine Einheit Lehrtherapie, Selbsterfahrung oder Supervision dauert nach Absprache 50 bis 120 Minuten.
  • Portrait
    Nelson Ramos Pereira
    Jahrgang 1973, fünf Kinder
    Portraitfoto Nelson Ramos Pereira
    Es gibt einen kurzen Satz der im Grunde alles erklärt: Als ich 14 Jahre alt war, habe ich beschlossen Kunsttherapeut zu werden. Und ich habe meine Meinung nie geändert.

    Für künstlerisch-therapeutische Studiengänge bestand in den 1990er Jahren in Deutschland eine Altersgrenze von 21 Jahre. Weshalb ich nach dem Abitur/Matura gleich im Gesundheitswesen startete.

    Über 25 Jahre Berufserfahrung im Gesundheitswesen, 15 Jahre Erfahrung in klinischer Kunst- und Gestaltungstherapie und 10 Jahre in ambulanter Praxis
    Examinierter Gesundheits- und Krankenpfleger
    Marienhospital Stuttgart
    bei den barmherzigen Schwestern von Untermarchtal

    Diplom-Kunsttherapeut (Fachhochschule)
    Hochschulstudiengänge für Kunsttherapie, HfWU Nürtingen-Geislingen
    Fachklassen bei Prof. Ortrud Deuser und Prof. Doris Titze
    Seminare u.a. bei Arno Stern, Prof. Fritz Marburg und Prof. Christian Bohdal, Fachklassen Kunst
    Grundstudium: Prof. Andreas Meyer-Brennenstuhl
    Hauptstudium: Malerei Jürgen Kleinmann und Druckgrafik bei Thomas Hellinger

    Entwicklungspädagoge
    in der Methode Arbeit am Tonfeld®
    für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
    Institut für Haptische Gestaltbildung, Hinterzarten
    bei Prof. H. Deuser

    Team- und Fachleitung Kunsttherapie
    Psychiatrische Dienste Aargau AG (PDAG)
    seit 2008

    Praxis für Haptische Gestaltbildung
    und Ästhetisches Handeln

    seit 2009
    Regelmässige Weiterbildung zu spezifischen Themenbereichen, wie PTBS- und CBASP-Behandlung und besonders zur haptischen Gestaltbildung

    Mitgliedschaften:
    • Fachverband für Gestaltende Psychotherapie und Kunsttherapie, GPK
    • Internationalen Gesellschaft für Kunst, Gestaltung und Therapie , IGKGT
    • Deutsche Fachverband für Kunst- & Gestaltungstherapie e.V., DFKGT
    • Verein für Gestaltbildung e.V.
    • Verein Flux e.V.
    • Living Museum Verein
    • European Society für Trauma and Dissociation, ESTD
    • Verein Interdisziplinäres Netzwerk Psychotraumatologie Schweiz, INPS
    • Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde, DGPPN
    • Netzwerk Leitende Kunsttherapeut*innen Schweiz
    • Eingetragen im komplementärmedizinischen Register der Schweizer Stiftung für Komplementärmedizin, ASCA, ZSR-Nummer: I226063
    • Eingetragen in der Therapeutinnenliste der Organisation der Arbeitswelt für Kunsttherapie und Dachorganisation der Schweizer Berufsverbände für Therapien mit künstlerischen Medien, OdA Artecura
    • Qualifiziert im Fachverband für gestaltende Psychotherapie und Kunsttherapie, GPK
    • Eingetragen in der Liste für Tonfeld-Therapeuten des Instituts für Haptische Gestaltbildung in Hinterzarten, DE
    • Eingetragen in der Therapeutenliste des Deutschen Fachverbandes für Kunst- und Gestaltungstherapie e.V., DFKGT
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    Logo DFKGT
  • Therapieverlauf
    Bei Interesse an einer Kunsttherapie können Sie mich telefonisch oder per Mail erreichen. Ich melde mich dann baldmöglichst bei Ihnen zurück. Habe ich freie Kapazitäten, so können wir einen Ersttermin vereinbaren.
     
    Im Erstgespräch geht es zunächst um ein Kennenlernen. Wir besprechen Ihr Anliegen, Organisatorisches und ich stelle die kunsttherapeutische Arbeit vor.
     
    Bitte bringen Sie Ihre Versichertenkarte ihrer Zusatzversicherung bzw. die Ihres Kindes mit. Die meisten Krankenkassen verlangen eine sogenannte „ärztliche Verordnung“. Diese kann Ihnen eine ärztliche Fachperson, welche Ihr Leiden eventuell schon kennt und zu welchem Sie ein vertrauensvolles Verhältnis haben ausstellen (www.artecura.ch/_tmc_daten/File/Verordnungsformular.pdf). Klären Sie bitte im Vorfeld mit Ihrer Krankenkasse, inwieweit die Kosten für eine ambulante Kunsttherapie übernommen werden.

    Zeigt sich im Erstgespräch, dass eine Therapie für das Kind, den Jugendlichen oder für Sie selbst hilfreich sein kann, so werden 1-4 probatorische Sitzungen (Probesitzungen) vereinbart. In diesen Sitzungen finden eine ausführliche Diagnostik und die Therapieplanung statt. Soll dann eine Therapie beginnen, wird mit Ihnen und Ihrer fallführenden ärztlichen Fachperson entweder eine Kurzzeitkunsttherapie mit 12 bis 24 Therapiestunden oder eine Langzeitkunsttherapie mit bis zu 80 Therapiestunden empfohlen.

    Eine Therapiestunde dauert etwa zwischen 30 und 60 Minuten und findet wöchentlich zu einem festen Termin statt.
  • Konditionen
    Tarife/Kostenübernahme
    Neu wird auf den "Tarif 590" der Krankenkassen und -versicherungen per Taxpunkt abgerechnet. Ein Taxpunkt entspricht 5 Minuten. Tarif- und Kostenübersicht erhältst Du, erhalten Sie in der ersten Sitzung. Sozialtarife sind nach Absprache möglich.

    Viele Kostenträger leisten Beiträge an nichtärztliche Kunsttherapie/gestaltender Psychotherapie. Fragen Sie bei Ihrem Kostenträger über deren Beitrag an Kunsttherapie nach und informieren Sie sich über www.artecura.ch. Meist ist eine Zuweisung mit Verordnungsformular durch eine Ärztin oder einen Arzt erforderlich. http://www.artecura.ch/_tmc_daten/File/Verordnungsformular.pdf.
     
    Obligatorische Grundversicherung KVG
    Die gesetzlichen Grundversicherungen übernehmen in der Regel keine Kosten für eine ambulante Kunsttherapie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Besonders zur Nachsorge im Rahmen eines Nachsorgeplans als Überbrückung nach einem stationären Aufenthalt kann sich (in Rücksprache mit der fallführenden Ärztin oder dem fallführenden Arzt) eine vorgängige Abklärung lohnen.
     
    Private Zusatzversicherung VVG
    Zusatzversicherungen übernehmen in der Regel Kosten für eine ambulante Kunsttherapie. Die Versicherer unterscheiden sich jedoch in ihren Angeboten, daher empfehle ich Ihnen, sich vorgängig über die übernommenen Leistungen/Kostenbeteiligungen und Formalitäten zu informieren. Meist ist eine Zuweisung durch eine Ärztin oder einen Arzt erforderlich.

    Selbstzahler/Abrechnung privat
    Selbstverständlich haben Sie die Möglichkeit, eine Kunsttherapie auch privat zu bezahlen. Sie müssen sich in diesem Fall um keine Formalitäten seitens einer Krankenkasse/Beihilfe kümmern. Die Kosten richten sich hierbei nach der Tarif- und Kostenübersicht meiner Praxis.

    Generell gilt
    Die Konsultationen sind verbindlich. Leistungen in Abwesenheit wie das Verfassen von Berichten, Telefonate und Besprechungen mit Drittpersonen werden nach Zeitaufwand verrechnet. Lehrtherapie, Selbsterfahrung und Supervision können nicht über die Krankenkasse abgerechnet werden.

    Ich unterstehe dem Berufsgeheimnis. Alles, was im kunsttherapeutischen Setting berichtet wird, ist vertraulich. Als Kunsttherapeut bin ich den ethischen Richtlinien der OdA ARTECURA und des DFKGT verpflichtet.

    SIE KÖNNEN IHREN TERMIN NICHT EINHALTEN?
    Möchten ihn verschieben? Bis 48 Stunden vorher ist dies kostenfrei möglich. Bei kurzfristigen Absagen bemühe ich mich, die freie Zeit anderen Klienten anzubieten. Gelingt dies nicht, verrechne ich 80 % der Kosten.
Kontakt
Nelson Ramos Pereira
Dipl.-Kunsttherap. (FH) 
Kunsttherapeut GPK

Praxis für Haptische Gestaltbildung
und Ästhetisches Handeln
Ambulante Kunsttherapie Aargau
  • 032 510 56 10
  • ObscureMyEmail
  • tonfeld-praxis.ch
  • Dorfstrasse 80a 
    CH 5210 Windisch
Telefonzeiten
Montag - Donnerstag
18.00 - 19.00 Uhr
(ausgenommen Schulferien und Feiertage)
Erreichbar mit Bus 361, Haltestelle Unterwindisch/Kunzareal
Nelson Ramos Pereira
Der Eingang zur Praxis ist im Badhaus in der Dorfstrasse 82 in Unterwindisch.
Der Eingang zur Praxis ist im Badhaus in der Dorfstrasse 82 in Unterwindisch.
Eine regelmäßige Wartezeit kann für die begleitende Person auch anstrengend sein, deshalb biete ich Ihnen im Vorraum die Möglichkeit sich dort mit einem Buch zurück zu ziehen, ihre eigene Musik über Ihren MP3 Player zu hören. Oder bei einem Spaziergang in offener Landschaft, im Gebiet der Auen und Wasserschloss der Schweiz etwas für Körper, Geist und Seele zu tun.
Anfahrt
Ab Bahnhof Brugg:
Mit dem Bus 361 im 30‘ Takt in wenigen Minuten bis Kunzareal.
Mit dem Velo den Bahndamm entlang in wenigen Minuten nach Unterwindisch.

Ab Bahnhof Baden:
Mit dem Bus 1 im 30‘ Takt in einer Viertelstunde bis Gebenstorf Reuss, dann über‘s Ruessbrüggli spazieren.

Ab Mellingen/Heitersberg Bahnhof:
Mit dem Bus 362 im 30‘ Takt in einer Viertelstunde bis Gebenstorf Reuss, dann über‘s Reussbrüggli spazieren.
Im Badhüsli der alten Spinnerei (Kunzareal) in Windisch befindet sich die Praxis für Haptische Gestaltbildung und Ästhetisches Handeln. Eingebettet zwischen Aare und Reuss und in direkter Nähe der geschützten Auenwälder. Ein geschichtsträchtiger Rückzugsort am wunderschönen Wasserschloss der Schweiz.

Das Fahrtenkonzept für Unterwindisch trägt zur Verkehrsberuhigung bei. Ausserdem verfügt das Kunzareal über eine eigene Bushaltestelle, von der aus regelmässig Busse zum nur fünf Minuten entfernten Bahnhof Brugg verkehren. Von dort aus besteht eine perfekte Anbindung an den lokalen und überregionalen ÖV. Dies dank Schnellzügen nach Basel, Bern und Zürich sowie zahlreichen Verbindungen in die umliegenden Gemeinden und der S-Bahn-Linie S12 des Zürcher Verkehrsverbunds. In nur 24 Minuten erreichen Sie so aus dem Zentrum von Zürich den Bahnhof Brugg und in weniger als einer Stunde sind Sie aus Bern in Brugg.

Von der Kultur- und Industriestadt Baden, der Kantonshauptstadt Aarau und dem Verkehrsknotenpunkt Olten erreichen Sie mich per Bahn in nur 7, 13 bzw. 24 Minuten.
Haltestelle
Unterwindisch/Kunzareal
Logo gpk
Der grösste schweizerische Fachverband bietet zahlreiche Möglichkeiten der nationalen und internationalen Vernetzung. www.gpk-verband.net
Logo Arte Cura
Organisation der Arbeitswelt für Kunsttherapie und Dachorganisation der Schweizer Berufsverbände für Therapien mit künstlerischen Medien.
  • Im Internet
    Hier finden sie eine Auswahl kunsttherapeutisch relevanter Internetseiten und Blogs. Sehr gerne nehme ich weitere Angebote auf und freue mich über Nachricht dazu an: ObscureMyEmail
    Lesenswert!
    Ein internationaler Blog rund um Kunsttherapie:
    internationaler Blog rund um Kunsttherapie
    www.arttherapyblog.com
    Eine Zusammenstellung internationaler Websites und weltweiter Kunsttherapie-Quellen im Internet:

    GlobalATResourcesLogo

    http://www.arttherapyalliance.org/GlobalArtTherapyResources.html
    Der GPK wurde im Jahr 1985 von einer Gruppe Kunsttherapeutinnen und Kunsttherapeuten sowie Gestaltender Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten gegründet:
    GPK Logo
Eigene Fähigkeiten & Bedürfnisse als Gestalt greifbar machen.
Unsere Entwicklung ist eng mit den Händen verbunden. Immer neue Verknüpfungen entstehen im Gehirn durch die haptische Wahrnehmung. 
Alles, was sie mit den Händen spielerisch und achtsam erfahren, fördert ihr Selbstbewusstsein.
Meine Arbeit als Kunsttherapeut beginnt immer bei ihren eigenen Stärken.